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Polizei sprengt Rauschgifthändlerring

Beamte der Polizei haben einen bestens organisierten Rauschgifthändlerring in der Region Wels ausgehoben. Im Juli 2019 konnte ein 43-jähriger aus dem Kosovo stammender Organisator der Suchtgiftgeschäfte bei einem versuchten Verkauf von Heroin und Kokain festgenommen werden. Bei dieser Festnahme wurden 232 Gramm Heroin, 191 Gramm Kokain und ein größerer Geldbetrag sichergestellt. Der einschlägig vorbestrafte Kosovare wurde bereits zuvor zweimal wegen Suchtgifthandels rechtskräftig verurteilt und war erst im Februar 2019 bedingt aus einer vierjährigen Freiheitsstrafe entlassen worden. Nach der Festnahme im Juli 2019 wurde gegen ihn die Untersuchungshaft verhängt. Bei routinemäßigen Durchsuchungen seiner Haftzelle in der Justizanstalt Ried im Innkreis wurden zwei Mobiltelefone und Notizen über Namen und Telefonnummern sichergestellt. Mit den eingeschmuggelten Mobiltelefonen soll der Beschuldigte auch während seiner Untersuchungshaft Kontakt zur Drogenszene gehalten haben. Nach derzeitigen Erkenntnissen soll er seine Komplizen kontaktiert haben, um sie zu beeinflussen und auch um Drogengeld eintreiben zu lassen. Er soll dafür ein soziales Netzwerk genutzt und auch telefonische Kontakte nach Deutschland und Wien gehabt haben. Durch die Ermittlungen konnten seit Juli 2019 weitere neun zum engeren kriminellen Netzwerk gehörige Personen ausgeforscht und festgenommen werden. Diese Personen sollen im oberösterreichischen Zentralraum für die kosovarischen Haupttäter Heroin und Kokain verkhauft haben und müssen sich deshalb derzeit vor dem Landesgericht Wels verantworten. Eine davon wurde bereits zu einer unbedingten einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Prozess gegen den Hauptbeschuldigten ist für Ende März 2020 angesetzt. Es droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren. Die Ermittlungen brachten insgesamt ein weit verzweigtes und bestens organisiertes Netzwerk zu Tage. Der Hauptbeschuldigte hatte beste Kontakte nach Deutschland und auch nach Wien, die er vermutlich zur Beschaffung des Rauschgiftes nutzte. Bei den Ermittlungen vernommene Personen gaben auch an, dass sie Angst vor dem Kosovaren hatten, da sie auch vor Gewalttätigkeiten zum Eintreiben von “Drogengeld” nicht zurückschrecken würden. Aktuell konnte der kosovarischen Tätergruppierung bisher insgesamt eine Verkaufsmenge von etwa fünf Kilogramm Heroin und mindestens ein Kilogramm Kokain mit einem Straßenverkaufswert von mindestens 300.000 Euro nachgewiesen werden. Zudem wurden zahlreiche Suchtgiftabnehmer aus dem oberösterreichischen Zentralraum ausgeforscht und bei den zuständigen Staatsanwaltschaften angezeigt. Bereits im Jahr 2009 wurde gegen diese Tätergruppierung wegen Suchtgifthandel ermittelt. Damals konnte der jetzt Hauptbeschuldigte Kosovare gemeinsam mit seinen zwei Brüdern festgenommen und rechtskräftig verurteilt werden, informiert die Polizei nun umfassend.

Bericht: www.laumat.at
Bild: Symbolbild (Laumat)

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