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Drogenhandel wegen Spielschulden

Am 01. Dezember 2019 konnte ein 42-jähriger Deutscher, der seit zehn Jahren in Österreich lebte und arbeitete, im Bereich einer Autobahnabfahrt im Bezirk Wels-Land nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei, von Kräften der Einsatzeinheit Cobra festgenommen werden.

In dem von ihm benutzten Mietfahrzeug konnten die Beamten zwei Kilogramm Marihuana, drei Kilogramm Amphetamin und 200 Gramm Cannabisharz in der hinteren Stoßstange verbaut sicherstellen.

Der Ursprung der Ermittlungen der Polizei lag in den Verhaftungen einer 46-jährigen Österreicherin samt ihres 29-jährigen Lebensgefährten und ihrer Kinder im August 2019.

Die Polizisten konnten der “Drogenfamilie” umfangreichen Suchtmittelhandel im Bezirk Vöcklabruck nachweisen und es erfolgten im Jänner 2020 die Verurteilungen der Mitglieder dieser “Drogenfamilie” beim Landesgericht Wels zu mehrjährigen unbedingten Haftstrafen.

Zum Lieferanten konnten beziehungsweise wollten die Festgenommenen keine konkreten Angaben machen, jedoch konnten drei Billigtastenhandys mit eingelegten tschechischen Wertkartennummern vorgefunden werden, welche laut Aussagen der Festgenommenen vom Lieferanten für die Organisation der Suchtgiftdeals überlassen wurden.

In der Folge wurden die Ermittlungen zum Lieferanten der “Drogenfamilie” durch das Landeskriminalamt Oberösterreich übernommen. Durch akribische Auswertung der sichergestellten Handys und der zu den Rufnummern gehörenden historischen Rufdaten konnte die Spur zum unbekannten Lieferanten gefunden werden.

Dabei handelte es sich um den 42-Jährigen unauffällig in Österreich lebenden, unbescholtenen Mann, welcher mit Frau und Kleinkind im Bezirk Wels-Land wohnte. Auffällig war, dass der Verdächtige seit Ende 2018 in unregelmäßigen Abständen mehrmals PS-starke Luxusfahrzeuge anmietete.

Es ergab sich der Verdacht, dass diese Fahrzeuganmietungen der Durchführung von Suchmittel-Schmuggelfahrten gedient hatten. In der Nacht zum 30. November 2019 fuhr der 42-Jährige nach Deutschland und konnte bei seiner Rückkehr am 01. Dezember 2019, wie oben angeführt, mit beträchtlichen Mengen an Drogen angehalten und festgenommen werden.

Dem Festgenommenen konnten schließlich zumindest neun Schmuggelfahrten im Zeitraum Oktober 2018 bis 01. Dezember 2019 nachgewiesen werden, im Rahmen derer er 9,8 Kilogramm Marihuana, 3,5 Kilogramm Amphetamin, 500 Stück Ecstasy und geringere Mengen Kokain und C-Harz nach Österreich eingeführt haben dürfte.

Die geschmuggelten Drogen hat der Verdächtige an neun namentlich ausgeforschte und eine nicht bestimmbare Anzahl unbekannt gebliebener Abnehmer gewinnbringend weiterverkauft und er dürfte so einen von ihm eingestandenen Gewinn von zumindest 45.000 Euro erzielt haben.

Als Motivation für den Suchtmittelschmuggel beziehungsweise Handel nannte der Festgenommene, dass er durch die erzielten Gewinne seine enormen Verluste, die er beim Glücksspiel erlitten hatte, gegenüber seiner Lebensgefährtin zu verbergen versucht hätte.

Zu seinem Lieferanten in Deutschland machte der Beschuldigte keine zielführenden Angaben.

Er befindet sich derzeit in U-Haft, berichtet die Polizei in einer umfangreichen Presseaussendung.

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