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Internet NEU?

Der Erfinder des „World Wide Web“ Tim Berners- Lee, setzt sich seit ein paar Jahren wegen zunehmendem Datenmissbrauch und Korruption in den sozialen Netzen für einen Neustart des Internets ein.

Damals, in den 80er Jahren wollte man uns Menschen mit gutgemeinter Absicht weltweit digital vernetzen. Als die erste Website am 6. August 1991 online ging, wusste niemand, ob sich dieses neue Medium durchsetzen wird. Heute gibt es global mehr als 1,7 Milliarden Online-Websites. Zwei Jahrzehnte zuvor, im Jahr 1971, wurde die erste E-Mail versandt und heute können wir uns eine Welt ohne Mails gar nicht mehr vorstellen.

Heuer sind rekordmäßig erstmals über 281 Milliarden E-Mails verschickt worden. Gleichzeitig mit dem ersten E-Mail-Versand war auch die Hackerszene geboren. Als unrühmliche Premiere, narrte der von Bob Thomas bekannt gewordene „Creeper“, der erste Computervirus aus dem Jahre 1971, mit der Botschaft „I’M THE CREEPER, CATCH ME IF YOU CAN!“ die Benutzer der damals infizierten Computer.

In der Zwischenzeit tummeln sich weltweit täglich mehrere hunderttausend Varianten von Computer-Schädlingen im Netz. Persönliche Schutzprogramme wehren oft mehrere Schadprogramm-Angriffe pro Sekunde ab und damit hunderttausende pro Tag, bei einem Stand von bereits mehr als 5 Milliarden Internet Nutzern. Kommt das nicht einem verborgenen Krieg im Internet gleich und wie passt es zu den ursprünglichen Absichten? Wollte Tim Berners- Lee ursprünglich „dass die wunderbaren Dinge im Internet dominieren würden, und wir dadurch eine Welt mit weniger Konflikten, mehr Verständnis, mehr und bessere Wissenschaft und gute Demokratie“ haben sollten, so sieht er im Netz von heute keine digitale Zukunft mehr.

Damit das Internet weiterhin der Menschheit, der Wissenschaft, dem Wissen und der Demokratie dient, hat er nun die „Magna Charta des Internets“, ein Gesetz gegen Missstände im WWW, ins Leben gerufen. Dabei fordert er 1. den Netzausbau und damit WWW-Nutzung für die restliche Hälfte der Weltbevölkerung, vorzugsweise Frauen, dann 2. die Unterbindung von staatlicher Zensur, zum Zweck der Ausspähung von Privatdaten und 3. die Zentralisierung durch Konzerne wie Amazon, Facebook, Google soll vermieden und aufgelöst werden.

Inwieweit sich das umsetzen lassen wird, darüber ist selbst Berners-Lee skeptisch. Bisher haben 50 internationale Organisationen und die französische Regierung die „Magna Charta“ fürs Internet unterzeichnet. Ob alle ein neues WWW-Netzwerk wollen? Möglicherweise ist diese Vorstellung eine Illusion, trotzdem ist die „Magna Charta“ ein wichtiges Signal den großen, bekannten Online-Konzernen die Stirn zu bieten und sensibel zu werden bezüglich Falsch-Nachrichten oder hinsichtlich dem weltweiten Online-Missbrauch.

Fotocredit: pixabay_geralt

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