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Dunkle Stadtgeschichte beleuchtet

Die Stadt Wels arbeitet seit 2008 unter Mitwirkung ausgesuchter Historiker ihre dunkle Vergangenheit auf.

Im Rahmen einer Forschungsreihe erschien nun 2020 das vierte und abschließende Buch, dem 2021 noch ein Ergänzungsband folgen wird. Es geht darum, einer breiten Leserschaft einerseits den Zugang zu einem klärenden Verständnis der gemeinsamen Vergangenheit im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Fehlentwicklung einer menschenverachtenden Politik, dem Nationalsozialismus, zu vermitteln; andererseits soll auch die Aufmerksamkeit der Leserschaft geweckt oder verstärkt werden, um unsere Demokratie und ihre menschlichen Werte, speziell bei gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen, vor jeglichen extremistischen Fehlentwicklungen zu bewahren.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl bringt es auf den Punkt: „Wir lernen aus der Geschichte. Deshalb ist es so wichtig, politische, wirtschaftliche und auch unmenschliche Geschehnisse von damals aufzuarbeiten. Nur wer die Vergangenheit kennt, kann Verantwortung übernehmen, Fehler vermeiden und Zukunft gestalten.“

Unter dieser Zielsetzungentstanden unter der Leitung des Stadtarchives vier Bände mit 25 wissenschaftlichen Aufsätzen. Unter der Ägide des ehemaligen Archiv-Leiters Günter Kalliauer erschienen 2008 und 2012 die ersten beiden Bände. Der Nachfolger Mag. Michael Kitzmantel zeichnet verantwortlich für die Publikation der Folgebände in den Jahren 2015 und 2020. Die Forschungsbände kann man im Buchhandel sowie im Stadtarchiv – Herminenhof, Maria-Theresia-Straße 33 – erwerben. Sieben kompetente Autoren schrieben an dem eben erscheinenden Band IV, welcher mit seinen neun Aufsätzen 252 Seiten umfasst.

Nach dem Lockdown ist Band IV für € 25.- sowohl im Stadtarchiv, als auch im Tourismusverband am Stadtplatz 44 oder im Welser Buchhandel erwerbbar. Die Bände II und III gibt € 20.-. Zusammen mit einer historischen Artikelserie stellt das Amtsblatt 2021 die Kapitel von Band IV den Lesern vor.

Zusammenfassend meint Kulturstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer, MBA: „Die wissenschaftliche Aufarbeitung der NS-Geschichte der Stadt Wels ist ein wichtiger Beitrag, um falsch überlieferte Mythen über Personen, Ereignisse und Zustände in dieser unmenschlichen Zeit zurechtzurücken.“

Fotos: Stadt Wels | Archiv

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