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Satirlinger zum „KOITSEN“

Alles Holl(er)? Semmelturm und Welios-Finanzen
Mit Superhirn zum Semmelturm
Voller ohne Holl(er) – Welios und Semmelturm?

Die aktuelle Sonderausstellung rund um den „Homunculus“ im Welser Wissenschaftsmuseum Welios stellt unsere menschliche Denkzentrale ins Rampenlicht. Dies mag auch so manchen Freidenkern im städtischen Bereich behilflich sein, welche nun plötzlich vehement eine Neuauflage des längst abgerissenen Semmelturms fordern. Mag vielleicht das Welios eine Chance zumindest für eine Kompromisslösung bieten?

Der Semmelturm als begehrtes Zeitreiseobjekt – von Fortschritts-Wundergläubigen 1961 versemmelt und durch Semmel- , Semperit- oder Knorrhochhaus ersetzt – sowie seine nicht nur grün- oder buntgläubige Anhängerschaft, geistern in den Sozialen Medien herum. Sie deklarieren nun ihre Wünsche in der Vorweihnachts- bzw. Wahlzeit füreinen Nachbau, inzwischen sogar in den Zeitungen. Zufällig läuft für alle echten und schauspielernden Nostalgie-Konvertiten in der Superhirn-Ausstellung seit 2019 die Psychopendel-Lerneinheit, um ihr „JA-Turm“ Vorhaben schrittweise umzusetzen.

Die Gerüchteküche berichtet auch von einem Welser Medienexperten, welcher schon überlegt, 2021 eine Semmelturm-Liste ins Wahlgefecht zu führen, eventuell sogar inspiriert von einzelnen Welser Politikgrößen, die nun auch mit diesem Projekt Ja-äugeln.

Das Welios, bereits vom kritischen Volksmund auch als Geldvernichtungsinstitut oder als Koits -Mausoleum bezeichnet, könnte inzwischen mit einem virtuellen Projekt „Semmelturm-Versemmeltraum“ in einer coronaverzierten Zeitschleife unserer digitalen „Allgegenwart“ eine 3D-Version zum JA-Turm werden. Zusätzlich könnte eine virtuelle Innenraum-Begehung, ähnlich wie in der Cheops-Pyramide bei Kairo einzigartig und finanzträchtig vermarktet werden.

Da fänden sich sicher, oh Überraschung, Bundes-Sponsoren aus Wien, wenn man dort zu Ohren bekommt, dass sogar Migranten diesen Welser Bahnhof-Uhrturm, attraktiv wiederhergestellt, kennenlernen möchten, um sich besser mit der Welser respektive Österreichischen Tradition identifizieren zu lernen.

Kritisch angemerkt sei noch etwas für unentschlossene Bürgerinnen und Bürger angesichts der erdrückenden gegenwärtig und zukünftig winkenden Risiken digitaler Transformation. Nämlich, dass ein Erwecken von Vergangenem nicht nur Glück und Zufriedenheit, sondern auch Verantwortung mit sich bringt; dies vor allem bei der Welser Bürgerschaft, die damals, beim Abriss 1959 in der fortschrittsgläubigen Nachkriegszeit, sich schon meinungsgespalten gab und wie man so hört, auch heute noch unterschiedlichen Perspektiven frönt.

Wessen Wünsche gilt es zu erfüllen? Diejenigen, welche laut nach Sensation schreien, in Zeiten wo selbst Stammtische schweigen oder diejenigen, welche mit dem neugeplanten, im September vorgestellten K.J.-Projekt weitgehend zufrieden sind und sich eine möglichst rasche Umsetzung wünschen, von der Baustelle bis zur Einweihung.

Nun, wer aber diesen Semmelturm aus der Geschichte ohne Debatte definitiv wiederbeleben möchte und noch dazu Astronautenluft gerne schnuppert, der kann dies auch – inklusive steiniger Mondlandung – in Wels erleben. Das Welios machts möglich, aber nur mittels Holschuld. Es gibt auch einen Mag. Holl, der dort neben Management-Verantwortung die Dauer- und Sonderausstellungen managt.

Vielleicht reichen diesem dann noch die aktuellen Superhirn- und Weihnachtspfad-Ergebnisse zur Finanzierung einer Miniaturausgabe des Semmelturms – auch zur Mitnahme im dortigen „Shop“ geeignet, versteht sich – denn, wenn schon im Geschäft, dann 100-Pro Geschäft! Nebeneffekt wäre immerhin eine erhöhte Zufriedenheit in manchen Welser Kreisen rund um den Semmelturm-Kult. Vielleicht braucht es aber noch einige Initiativen wie eine Hollerstauden-Dauerausstellung und regelmäßig wintergetunte Hollerröster-Workshops für eine coronarsistente Öffentlichkeitswirkung und weniger versemmelte Besucherströme.

Ein Rätsel bleibt jedoch, wie man sich manch kühnen Plänen gegenwärtig noch annähern kann beim derzeit fast durchgängig geschlossenen Welios. Halt! Im Dezember gab es noch delikat angebotene Termine wie den 19. und 20., aber die folgenden wie der 27. bis 30., oder gar der geplante 2. bis 6.Jänner 2021 machen nun einer behördlichen Anordnung Platz, welche auf ein buntes Programm Ende Jänner verweist. Ob der Andrang dann coronadicht abgesichert wird – mithilfe von Polizei oder Militär und Feuerwehr und Logistik-Hilfe der Rudi’s Rentier Gesundheitstruppe – wer weiß – was dann noch aktuell ist?

Wenn unter der Rute von Covid-19 und bereits angekündigten Nachfolgern gar nichts mehr geht, könnte man das Welios langfristig verpachten oder verkaufen und mit dem Erlös den Semmelturm und andere Nostalgie-Objekte zeitgemäß hochqualitativ rekonstruieren. Ob eine solche Entscheidung nicht nur für die anstehenden Wahlen dann noch einen Sinn macht, bleibt der geschätzten Leserschaft überlassen.

SATIRE

Bildmontage: Wels Report

Bildquellen: pixabay_2497381, Stadt Wels und Wels Report
Satire

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