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Stadt Wels ist finanziell gesund

Wels – gut gerüstet für die Corona-Krise -Stadt Wels im finanziellen Aufwind
Am Montag, 14. Dezember wurde vom Gemeinderat die präsentierte Eröffnungsbilanz einstimmig angenommen.

Die Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung (VRV) für Städte und Gemeinden richtete das BM für Finanzen gemäß einer Verordnung vom 19. Oktober 2015 neu aus. Dies mit dem Ziel, eine vollständige und einheitliche Darstellungder finanziellen Lage unter Berücksichtigung der Haushaltsregelungen nach den Grundsätzen der Transparenz, Effizienz und Vergleichbarkeit zu erreichen.

Der Haushalt wurde bisher in eine ordentliche und außerordentliche Gebarung aufgeteilt. Durch die Verordnungs-Novellierung wird der Haushalt nun in drei Komponenten gegliedert:Ergebnis-, Finanzierungs- und Vermögenshaushalt. Das bedeutet sowohl für den Voranschlag als auch für den Rechnungsabschluss einen neuen Aufbau und neue Inhalte. Der Ergebnishaushalt stellt den Aufwand (Wertverbrauch) und den Ertrag (Wertzuwachs) dar. Der Finanzierungshaushalt liefert Informationen zur Liquidität und zur Finanzierung des Gesamthaushalts.

Im Vermögenshaushalt wird, ähnlich einer Bilanz, das gesamte Vermögen den Fremdmitteln (Schulden, Rückstellungen, Verbindlichkeiten) gegenübergestellt. In konkreten Zahlen bedeutet dies für das Welser Sachanlagevermögen, als Bestandteil der Aktiva, einen Betrag von 435,2 Mio. Euro. Dazu zählen unter anderem Grundstücke, Gebäude, Infrastruktur, Parks und Grünflächen, Straßenbauten, Kulturgüter etc. Die Beteiligung der Stadt Wels macht 160,3 Mio. Euro aus. Das kurzfristige Vermögen beläuft sich auf 45,6 Mio. Euro.

Dazu zählen kurzfristige Forderungen, Vorräte und liquide Mittel wie Kassen- und Bankguthaben. Das Nettovermögen der Stadt Wels, die Differenz zwischen Aktiva und den einzelnen Passivposten – vergleichbar mit dem Eigenkapital bei Unternehmen – beläuft sich inklusive der Investitionszuschüsse nun auf 165,1 Mio. Euro oder 25,1 Prozent des Gesamtvermögens. Dies deshalb, weil Wels zum Unterschied von anderen Städten vom Wahlrecht zur Bildung der Pensionsrückstellung mit 421,1 Mio. Euro Gebrauch machte. Ohne diese Rückstellung würde das Eigenkapital bzw. Nettovermögen 89,3 Prozent betragen.

Mit Haushaltsrücklagen von 40,7 Mio. Euro, welche Bestandteil des Nettovermögens sind, zeigt nun die Stadt Wels, wie gut sie für die finanzielle Herausforderung durch die Corona-Krise gerüstet ist. Ebenso positiv entwickelten sich die Darlehensschulden auf der Passiva-Seite. Diese liegen per 1.1.2020 bei nur mehr 21,8 Mio. Euro. Sie reduzierten sich im Laufe des Jahres 2020 nochmals auf 15,2 Mio. Euro.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl kommentiert erfreut: „Durch die Umstellung von der Kameralistik zur neuen VRV ist ein besserer Überblick über die Vermögenslage der Stadt möglich. Hervorzuheben ist die positive Vermögensentwicklung der letzten Jahre, die insbesondere auch mit einem Abbau der Schulden in Höhe von rund 55 Mio. Euro Hand einher geht. Wels ist finanziell kerngesund. Das verschafft uns in diesen schwierigen Zeiten ausreichend finanziellen Spielraum.“

Fotocredit: Bgm. Dr. Andreas Rabl, Stadt Wels

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