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Was wurde aus…Dr. Bernhard Wieser?

Was wurde aus… „Dr. Bernhard Wieser“?
Für fast dreieinhalb Jahrzehnte erfolgreiche Mitwirkung in der Welser Kommunalpolitik überreichte man Dr. Bernhard Wieser, Vizebürgermeister a.D., als einer von bisher 13 Personen, den Ehrenring der Stadt Wels. Grund genug, um einmal nachzufragen, was den bekannten Juristen und Künstler heute bewegt.

WR: Laut Lebenslauf hat Bernhard Wieser zuerst Jus studiert und das künstlerische Talent dieser Entscheidung untergeordnet. Was war die Motivation dafür, mit dem Jus-Studium zu beginnen?
BW: „Das hat sich so nach dem Gymnasium gemeinsam mit Freunden ergeben. Eine logische Fortsetzung des Schulabschlusses.

WR: Hatten sie damals schon ein künstlerisches Talent entwickelt?
BW: Schon im Kindergarten waren meine gestalteten Figuren aus Plastilin beliebt. Ich bekam dafür eine doppelte Portion zum Modellieren.

WR: Wie und Wann wurde das Mal- und Zeichen-Talent deutlicher sichtbar?
BW: In der Schule gab es im immer einen Einser im Kunstunterricht. Meine Zusatz-Spezialitäten waren Karikaturen – auch auf der Tafel – und Porträts.

WR: Was waren die Stationen der beruflichen Laufbahn nach dem Studium ? Wie viele Jahre prägte Dr. Wieser die Welser Politik?
BW: Meinen Studienabschluss machte ich in Innsbruck, wo ich mich beim RFS (Ring Freiheitlicher Studenten) engagierte. Nach meiner juridischen Berufsausbildung folgten die Gerichtspraxis und Niederlassung in Wels. Danach wurde ich 1977 zum Bezirksrichter ernannt.
Es gab damals schon verschiedene Versuche mit Öl- und Acrylmalerei. Aber aus beruflichen oder zeitlichen Gründen musste ich eine zusätzliche akademische oder fachspezifische Schulung entbehren. Dafür bildete ich mich technisch und künstlerisch in Form und Farbe durch Kopieren von Werken bedeutender Künstler weiter. Außerdem konnte ich im Laufe der Jahre meine Bilder mehrfach ausstellen: In Wels, in der Galerie NÖFA, im WDZ1, in der Galerie OÖN, im Hotel Kaiser Franz Joseph in Wien-Sievering, weiters im Innviertler Schloss Hackledt, und in Krummau. 1979 kandidierte ich erstmals für die Freiheitlichen in Wels, ab 1985 bis 2009 dann als Nummer 1 in der Liste. In dieser Zeit war ich abwechselnd in den Funktionen Stadtrat oder Vizebürgermeister für die Stadt Wels tätig. Insgesamt war ich 30 Jahre in der Welser Politik tätig.

WR: Ist ihnen durch das künstlerische Talent der Übergang in die Pension leichter gefallen?
BW: Ich malte auch während meiner beruflichen Tätigkeit im bescheidenen Ausmaß, im Urlaub oder während meiner Freizeit, so kamen einige wenige Bilder pro Jahr zustande und der rote Faden blieb erhalten. Dann kamen Interessenten zu mir, welche Repliken meiner früheren Werke wünschten und das inspirierte mich immer weiter. Vor kurzem motivierte mich eine vor Jahrzehnten geschaffene Aquarellmalerei mit Kachel-Struktur zu einer neuen Serie.

WR: Dr. Wieser ist nach seiner Pensionierung Obmann der freiheitlichen Pensionisten in Wels geworden. Was hat ihn dazu motiviert, dieses Amt zu übernehmen?
BW: Ich wollte immer schon weiterhin für die freiheitliche Gesinnungsgemeinschaft in Wels aktiv bleiben. 2017 wurde ich Obmann des Welser Seniorenrings.

WR: Welche Wünsche gibt es zur aktuellen Politik in Wels, OÖ und für Österreich?
BW: Für Wels wäre es gut, wenn Dr. Andreas Rabl als Bürgermeister erhalten bleibt. Auch in OÖ wäre es wichtig, wenn eine starke Fraktion der Freiheitlichen so wie jetzt die regionale Politik weiter mitbestimmt. Im Bund gilt die FPÖ als wichtiger Faktor, ganz gleich, ob sie als Opposition oder mit Regierungsbeteiligung österreichische Politik gestaltet.

WR: Derzeitig geplante künstlerische Projekte, Ausstellungen?
BW: Im Frühjahr 2021 ist eine Ausstellung meiner Bilder im „Klub Austria Superior“ in Linz geplant. Wie sich das mit Corona ausgeht, wird sich zeigen. Darüber hinaus gibt es auch Neuigkeiten in der „wiesergalerie“, auf meiner Homepage, wo vieles zu meiner Malerei dokumentiert ist:
https://wiesergalerie.at/

WR: Welche Pläne und Träume haben sie für die nächste Zukunft?
BW: Natürlich die Malerei weiterentwickeln. Weiterhin auch mein Interesse für die Stadtgeschichte von Wels pflegen und eventuell auch etwas dazu publizieren. Und dann noch ein Wunsch: Einen Hecht aus dem Attersee fangen!

Wels-Report dankt für das Gespräch und wünscht Gesundheit und weiterhin kreatives Schaffen mit künstlerischer Lebensfreude in allen Lebensbereichen.

Fotocredit: Dr. B. Wieser

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