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Politik

Stationäres Hospiz für Wels

Die Mitarbeiter der Hospizbewegung leisten in Wels seit zwanzig Jahren großartige Arbeit. Derzeit begleiten sie Menschen in ihrer letzten Lebensphase ambulant, d.h. sie lindern ihre Schmerzen und ermöglichen den unheilbar Kranken ein würdevolles Sterben.

Viele Kranke, die allein leben oder aufgrund ihrer fortgeschrittenen Erkrankung medizinisch und psychisch nicht mehr in ausreichender Form betreut werden können, würden auf ihren letzten Metern ein stationäres Hospiz brauchen. Dazu meint Generationen-Stadträtin Margarete Josseck-Herdt: „Eine Menge Gründe sprechen dafür, im Alten- und Pflegeheim Noitzmühle ein stationäres Hospiz für bis zu sechs Personen zu integrieren.

Wertvolle Synergien und die vorhandene Infrastruktur können genützt werden.“ Seit 2005 besteht ja bereitszwischen Bund und Bundesländern das Einvernehmen, über die Umsetzung einer flächendeckenden Versorgung im Hospiz- und Palliativbereich. Obwohl die Stadt Wels, in enger Zusammenarbeit mit der Hospizbewegung Wels schon mehrmals beim Land OÖ dringenden Bedarf nach so einer wichtigen Einrichtung angemeldet hat, stellt die Gesundheitsdirektion eine Zusage erst 2027 in Aussicht.

Das stößt auf Unverständnis bei der Stadträtin und der FPÖ-Wels die alle eine schnelle Umsetzung fordern. Man darf auf die nächste Gemeinderatssitzung am 21. September gespannt sein, wo dieses Thema besprochen wird. 

Fotocredit: FPÖ Wels

„Lager 1001“ soll bleiben

Seit Jahrzehnten befasst sich Thomas Rammerstorfer von den Grünen mit der heimatlichen Migrationsgeschichte. Ebenso wie die Hamburger Historikerin Sarah Grandke, die schon mehrmals Gast in Wels war.

Sie hat sich auf die Erforschung von „Displaced Persons“ spezialisiert, also hier speziell auf Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg, wie Heimatlose, Vertriebene, ehemalig zur Zwangsarbeit Verpflichtete, KZ-Häftlinge, umgesiedelte oder vertriebene Angehörige von Minderheiten wie etwa Volksdeutsche aus Osteuropa. Das freut besonders Rammerstorfer, dass „zunehmend auch die internationale Forschung auf unsere spannende Vergangenheit aufmerksam wird”.

So suchten im Welser“ Lager 1001“ in Lichtenegg bis 1964 zehntausende Flüchtlinge aus verschiedensten Ländern Schutz und Unterkunft. Dieses wohl zu den größten wie auch am längsten in Betrieb befindliche Lager, beherbergte zunächst aus dem KZ Gunskirchen befreite Juden, danach Menschen aus der großen Gruppe der Volksdeutschen und andere Flüchtlinge aus Osteuropa, später kamen noch die 1956 vertriebenen Ungarn. Manche zogen weiter, manche blieben.

Die Stephansiedlung im heutigen Stadtteil Lichtenegg ist beispielsweise Zeuge dieser Geschichte. Zur wichtigen Aufarbeitung der Geschichte schlägt nun Rammerstorfer einen „Runden Tisch“ vor, an welchem alle Welser Parteien repräsentiert sind, ebenso wie die Vertriebenenverbände, Pfarren, Schulen und Anrainerschaft. Thomas Rammerstorfer hofft, dass das übliche „Parteien-Hick-Hack“ erspart bleibt und alle an einem gemeinsamen Strang ziehen, um die letzte noch erhaltene Lagerbaracke genannt „Lager 1001“ endlich sinnvoll zu verwenden.

Fotocredit: Die Grünen
Bild: Sarah Grandke, Thomas Rammerstorfer, Marina Wetzlmaier

Wir für Wels

Ein Jahr vor der Wahl startet die Welser FPÖ eine Bürgerbewegung unter dem Motto #wirfürwels.

Ziel der Bürgerbewegung ist es, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu motivieren neue Ideen für Wels zu finden, zu diskutieren und zur Umsetzung zu bringen. Es gibt einen Pool von 62.785 Welser, die alle ein gemeinsames Interesse haben: Wels lebenswerter zu gestalten.

Titelbild: FPÖ Wels | Beitrag Wels Report | Bezahlte Werbung

Für Wohnkosten-Dämpfung

Der Marchtrenker Bürgermeister Paul Mahr und Wohnungsreferent Engelbert Schöller werden immer wieder, wie zuletzt im Rahmen einer Mieterversammlung, von Mietern auf die enorm gestiegenen Mietkosten angesprochen.

Die Menschen merken es im Geldbörsel und spüren es am eigenen Leib und wissen es. Dazu meint Bgm. Paul Mahr „Wir müssen hier Regelungen einfordern, die gerade in schwierigen Zeiten, eine überbordende Belastung unserer Menschen verhindert“ und skizziert am folgenden Beispiel, wie das aussehen könnte: Eine junge Familie mit Kind zieht in eine 80-qm-Wohnung in Marchtrenk. Sie zahlt dafür ca. 8000 Euro im Jahr plus 10 Prozent Mehrwertsteuer – also 8.800.- Euro.

Durch den Wegfall der Mehrwertsteuer ergibt sich für die Familie eine Ersparnis von 800 Euro im Jahr – mehr als eine ganze Monatsmiete. Beide Politiker sind für eine rasch gesetzlich verankerte Mietpreissenkung. Überdies möchte die Stadtgemeinde Marchtrenk in Folge eine Resolution zur Senkung der Mietpreise durch Wegfall der 10%-Mehrwertsteuer verfassen. Auch zum Überarbeiten der Wohnbeihilfe wird aufgerufen. Weiters wird die Marchtrenker Stadtgemeinde auch mit anderen Kommunen, welche sich dieser Forderung anschließen, kooperieren.

Man möchte eine notwendige Änderung bei den zuständigen Stellen im Land OÖ, beim Bund und im Nationalrat erzielen, getreu dem Motto „Wohnen darf nicht zur Armutsfalle werden.“

Fotocredit: Stadtamt Marchtrenk

Für Grillverbot auf Freizeitanlagen

Aufgrund von zahlreichen Missständen haben sich die Welser Freiheitlichen schon 2014 für ein Grillverbot an öffentlichen Plätzen in Wels, insbesondere in der Freizeitanlage Wimpassing, eingesetzt.

Die Debatte flammt nun wieder auf, wobei die Befürwortenden bei ihrem „Nein“ bleiben. Dazu nimmt Bezirks-Parteiobmann Vzgbm. Gerhard Kroiß Stellung: „Neuerliche öffentliche Grillplätze in der Freizeitanlage Wimpassing würden die damaligen Zustände wieder hervorrufen, und können auch mit verstärkten Kontrollen nicht eingefangen werden.“ Im Jahr 2014 wurde gegen ausschweifendes öffentliches Grillen durch Vzbgm. Christa Raggl-Mühlberger ein generelles Grillverbot erlassen.

Was war damals passiert? Familienclans und Gruppen, hauptsächlich aus den Bezirken Gmunden, Vöcklabruck, Linz Land und Steyr, bevölkerten beispielsweise die Freizeitanlage Wimpassing um Grill-Gelage abzuhalten. Es wurden ganze Hammeln und Schweine an nicht dafür vorgesehenen Plätzen gegrillt sowie beim Schächten usw. rohes Fleisch und Lebensmittelreste hinterlassen, Fischkadaver und abgenagte Knochen, Pizza- und Brotreste in Büsche geworfen.

Für die umliegende Bevölkerung ein absolutes No-Go. Das unerlaubte Grillen und zu Brennholz verarbeitete Parkbänke bewirkten so ein bis heute geltendes generelles Grillverbot.

Allen Aktivitäten gegen die Aufhebung dieses Grillverbotes stellt sich auch Vzbgm. Christa Raggl-Mühlberger standhaft dagegen: „Schon die Vergangenheit hat gezeigt, dass Grillen an dafür vorgesehenen Plätzen nicht funktioniert und es den Anrainern nicht zuzumuten ist, dass in diesem Bereich das Grillen wieder erlaubt wird.“

Fotocredit: FPÖ Wels

Laut, schnell, rücksichtslos?

Mit Unterstützung eines Sachverständigen der Landes-Verkehrsabteilung führte die Polizei am Freitag, dem 07. 08., wieder eine großangelegte Fahrzeug- und Geschwindigkeitskontrolle in OÖ durch, um gegen die Tuning- und Raserszene vorzugehen.

Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner argumentiert überzeugt: „Die gezielten und effektiven Schwerpunktaktionen der Polizei sind all jenen ein Dorn im Auge, die gefährliche und irreguläre Verbauungen am Fahrzeug vorgenommen haben. Wenn aufgrund von illegalen Soundgeneratoren oder Klappenauspuffinstallationen die Kennzeichenabnahme erfolgt ist das eine Strafe, die nicht nur weh tut, sondern zum Nachdenken zwingt“.

Ebenso erfolgte im Großraum Linz mittels zwei Radarfahrzeugen eine Geschwindigkeitsüberprüfung bei 4.317 Fahrzeugen. Dabei wurden 201 Grenzwertüberschreitungen festgestellt, wobei die Spitzenwerte bei 131 km/h im 50 Km/h Bereich und 133 km/h in der 70 km/h Beschränkung lagen. Zusätzliches Resultat: zwölf Alkovortests, sieben Organmandate, 92 angezeigte Delikte mit Verstoß gegen das Kraftfahrgesetz (KFG) inklusive sieben Kennzeichenabnahmen und zwei Vorführungen nach dem §56 des KFG, also jenen Kraftfahrzeuge und Anhänger, bei denen Bedenken bestehen, dass sie sich in verkehrs- und betriebssicherem Zustand befinden bzw. unzulässig viel Lärm, Rauch, üblen Geruch oder schädliche Luftverunreinigungen verursachen.

Mit den Schwerpunktkontrollen will man in OÖ verstärkt den Kampf gegen die Raser und allen jenen die gegen das KFG verstoßen aufnehmen, um die Sicherheit auf der Straße bei allen Verkehrsteilnehmern zu gewährleisten.

Fotocredit: Land OÖ / Kauder

Sozialbetrug – keine Chance!

Beim jüngst aufgedeckten Betrugsskandal in der Steiermark sollen mehr als 1.000 Personen in Österreich lediglich Scheinadressen besessen haben, um finanzielle Sozialleistungen beziehen zu können.

Aus dem Ausland reiste man nur zu Behördenterminen mit einer eigens dafür organisierten Buslinie nach Österreich ein. Ist dies schon der ganze Eisberg oder nur eine aus den gegenwärtig trüben medialen Gewässern sichtbare Spitze davon? Sozialreferentin und Vbgm. Christa Raggl-Mühlberger sieht sich im konsequenten Kurs der Stadt Wels zu diesem Thema bestätigt.

Immerhin überprüft hier seit 2018 die städtische Abteilung ‘Soziales’ gemeinsam mit der städtischen Ordnungswache die Rechtmäßigkeit vom Bezug der Sozialleistungen. Bei unangekündigten Hausbesuchen wird geklärt ob Sozialhilfe zurecht und in der gesetzlich zustehenden Höhe bezogen wird. Die Vizebürgermeisterin erklärt: „Als Sozialreferentin ist es mir besonders wichtig, dass Sozialhilfe dort ankommt, wo sie berechtigt ist und auch dort hilft, schwierige Lebenssituationen zu überbrücken.

Ich habe kein Verständnis dafür, dass Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden.“ Innerhalb von vier Wochen Kontrolltätigkeit traf man allein während der vergangenen drei Monate bei 94 getätigten Hausbesuchen 38 Personen nicht an. Weiters erfolgten vier Anzeigen und sieben Personen zogen nach dem Besuch ihren Antrag auf Sozialhilfe wieder zurück oder stellten keinen Weitergewährungsantrag mehr.

Ein gutes Beispiel dafür diese Kontrollen fortzusetzen und als bewährtes Modell zu exportieren.

Fotocredit: SamWilliamsPhoto

Zeugnis für Welser Stadtsenat

Bereits im Juni wurden die Schulzeugnisse für die österreichischen Schüler verteilt. Je nach Leistung dürfen sie in die nächste Schulstufe aufsteigen oder aber auch nicht. Wenn Fleiß, Betragen oder schlechte Noten bei einem oder mehreren Gegenständen nicht ausreichen, muss man sitzenbleiben und die Klasse wiederholen. Auch unsere Politiker möchten gerne in das nächste (Wahl-)Jahr aufsteigen.

Sehen wir uns die einzelnen Bewertungen an und dann ergibt sich,
ob der Aufstieg in das nächste Jahr geschafft wurde oder ob man am besten das Handtuch wirft und aufgrund schlechter Leistungen was anderes sucht.

Dr. Andreas Rabl

Fleiß: Sehr Gut

Man kann unserem Bürgermeister den Fleiß nicht absprechen. Trotzdem verläuft er sich in letzter Zeit teilweise etwas tagträumerisch in Gefilde, die aber für seine Benotung nicht relevant sind. Besser zu den Stärken zurückkehren und die unnützen Sachen weglegen.

Betragen: Sehr gut

Es gibt keine Veranstaltung, kein Event, keine Ehrung und auch keine Versammlung, wo er fehlt. Und jedes Mal trifft er mit seinen Worten nicht nur bei jeder Zielgruppe genau ins Schwarze, sondern meist auch launisch und humoristisch die Bauchmuskeln der Zuhörer. Chapeau – perfekt.

Freigegenstand Zeichnen: Gut

In seinem Freigegenstand hat er sich an Picasso ein Beispiel genommen und wollte die blaue Phase ausrufen. Leider dürfte schon eine leichte Sehschwäche vorhanden sein, denn in letzter Zeit wird es da und dort schon zu einer Grünphase. Dies ist sicher nicht im Sinne der Wähler und man darf hoffen, dass bald wieder eine erkennbar blaue Phase kommen wird.

Gesamtnote: 1
Der Politiker darf in das nächste Wahljahr aufsteigen: JA


Gerhard Kroiß

Fleiß: Gut

Fleißig ist er, der Gerhard Kroiß, das muss man ihm lassen.
Er ist bemüht, seine Themen so gut wie möglich voranzutreiben.
Jedes Mittel ist ihm recht, in die Zeitung zu kommen. In letzter Zeit wurde die eine Weile lang so positiv besetzte Sicherheit (Videoüberwachung, Spielautomaten, Ordnungswache) aber von Autowettrennen mitten in der Stadt und rücksichtslosen Rad- und Scooter-Fahrern überschattet.

Betragen: Sehr gut

Sunnyboy, umgänglich, bodenständig, beliebt bei Jung und Alt – mehr kann man da nicht sagen. Was anderes als diese Betragensnote wäre nicht objektiv.

Freigegenstand Verkehrserziehung: Befriedigend

Sein Freigegenstand lässt leider eine hervorragende Gesamtbeurteilung etwas leiden. Auch wenn es seit der letzten Wahl kein Hauptgegenstand mehr ist, so ist es doch Teil der Sicherheit, wenn Wels zur Rennstrecke dunkelhaariger 3er BMW-Piloten wird. Und die jüngeren Brüder dieser Raser fahren und verschandeln die Welser Innenstadt mit diesen fürchterlichen grünen Scootern. Weil der richtige Verkehrsreferent da bisher mit Schweigen glänzt, wirft es auch einen Schatten auf den Sicherheitsreferenten.

Gesamtnote: 2
Der Politiker darf in das nächste Wahljahr aufsteigen: JA


Silvia Huber

Fleiß: Gut

Ja, das fleißige Bienchen Silvia Huber. Ist bei jeder Feier gerne dabei. Das ist volksnah und gesellig und bringt besonders bei den „Urwelsern“ immer gute Stimmung zu fortgeschrittener Stunde. Manchmal ist es halt ein wenig zu fortgeschritten.

Betragen: Befriedigend

Beinahe wäre es in Betragen zu einem Genügend für die laute Silvia geworden. Ihr stimmgewaltiges Organ kann man schon als ihr Markenzeichen angeben. Dieses Organ schnellt den Lärmpegel in der Innenstadt halt etwas zu oft in die Höhe. Wenn sie beim Rathauseingang spricht, antworten ihr die Menschen vor der Stadtpfarrkirche – frei nach Dino Naderhirn selig. Das ist für die Anrainer immer mehr etwas problematisch, weil sie ihre Gesundheitsreferentin schon fast als Mitbewohnerin sehen. Zumindest akustisch. Liebling der Senioren!

Freigegenstand Turnen: Befriedigend

In Turnen ist Silvia in ihrem Element. Elegant schwingt sie sich von einem Ressort zum anderen, von einem Fest zum anderen. Das nimmt halt viel – leider zu viel Zeit in Anspruch. Sinnvoller wäre es, die Zeit mit prioritäreren Aufgaben auszufüllen. Sie ist flink, so sehr, dass man sie nicht einmal erwischen und fragen kann, wann sie denn für die jüngeren Nachfolger den Rathaussessel gegen eine Turnmatte in ihrem Garten tauscht.

Gesamtnote: 3
Der Politiker darf in das nächste Wahljahr aufsteigen: JA


Christa Raggl-Mühlberger

Fleiß: Gut

Die Sozialreferentin hat eine sehr soziale Ader. Sie veranstaltet von der Stadt organisierte Outlet-Events in den Minoriten, um in Not geratenen Textilgeschäften in der Innenstadt, e-Roller aus Marchtrenk und vielen wirklich hilfsbedürftigen Firmen eine Verkaufsfläche zu geben.
Da ist sie so was von fleißig.

Betragen: Genügend

Nur Lächeln alleine bringt noch keine Sympathie.
Anwesend sein alleine hat noch keine Wählerstimme gebracht. Besonders im Umgang mit den Medien hat sie noch viel Aufholbedarf gegenüber dem Medienprofi Rabl. Dabei gäbe es ja eine blaue Nachwuchsakademie für die ehemalige Schwarze. Lobt die nicht mehr zeitgemäße Welser Kaufmannschaft zu sehr und tut sich schwer dabei 😊

Freigegenstand Mode: Befriedigend

Ja, die Christa und die Mode. Immer neue Ideen, immer am neuesten Stand. Sind es die oben erwähnten Outlet-Veranstaltungen oder die großartig angenommene Welser Tracht, die bei Volksfesteröffnungen der halbe Stadtsenat austrägt und wo fast die gesamte Messe damit (zwangs)beglückt wurde. Nur von der Bevölkerung ist das Kaufinteresse noch ein wenig stockend. Aber einen Versuch war es wert, das dominierende blau in die Tracht zu bekommen. Wobei es mit dem neuen Logo eigentlich mehr ein Hawaii-Hemd sein könnte.

Gesamtnote: 3
Der Politiker darf in das nächste Wahljahr aufsteigen: JA


Peter Lehner

Fleiß: Genügend (mit Ermahnung)

Die schlechte Benotung muss man relativieren. In Wien ist er ja oft, der Herr Lehner und möglicherweise auch fleißig. Am Fahrrad auch. Nur in Wels ist er eigentlich sehr selten anzutreffen, dabei macht er den Job im Stadtsenat gar nicht ehrenamtlich.

Betragen: Genügend (mit Ermahnung)

Das Betragen ist ein sehr heikler Punkt. Einerseits gibt es fast keine Berührungen mit der Bevölkerung, da er ja selten in Wels ist. Andererseits ist es besonders der Umgang mit den eigenen Parteimitgliedern, der zu zur schlechten Bewertung führt. Böse Zungen behaupten, dass er nicht vorzeitig auf den Stadtsenatssitz verzichtet, damit Andreas Weidinger ein ebenso schlechtes Wahlergebnis bekommt wie er bei der letzten Wahl. Aber die Parteikollegen fürchten mehr, dass er auch in der nächsten Periode über den Umweg Parteivorsitz nochmal in den Stadtsenat kommt. Muss man aber verstehen – in Wien zahlen´s ja auch nicht so gut.

Freigegenstand Wirtschaft: Genügend

Wirtschaft sollte eigentlich seine Kernkompetenz sein. Wenn aber Kebabstände, Billigfrisöre und Wettbüros das Stadtbild prägen, wird das schon dem Wirtschaftsreferenten angekreidet. Auch die diversen Stadtteile fühlen sich gegenüber der Innenstadt ziemlich vernachlässigt. Was macht eigentlich der Wirtschaftsbund?

Gesamtnote: 4
Der Politiker darf in das nächste Wahljahr aufsteigen:

nur mit Nachprüfung


Johann Reindl-Schwaighofer

Fleiß: Genügend

Es gibt viele Kulturveranstaltungen in Wels. Aber nicht viele, wo der Kulturreferent mit Anwesenheit glänzt. Und wenn doch, dann nur kurz und unscheinbar. Es stimmt schon, dass es schwierig ist, eine Rede zu halten, wenn man nicht die sonore Stimme eines Manfred Hochhauser hat.
Zu seiner Verteidigung muss man aber sagen, dass er im Cafe Straßmayr, im Medienkulturhaus und im Schlachthof sehr viel Zeit verbringt, was ihm die positive Note rettet.

Betragen: Genügend

Irgendwie hat sein Stadtsenatssessel eine sehr klebrige Oberfläche. Schade, dass dem jungen Nachwuchs dadurch die Chancen dahinschmelzen, ein gutes Wahlergebnis zu erzielen. Und darüber hinaus hat die alte Riege eine unscheinbare Bürgermeisterkandidatin noch eingesetzt, um einen gestärkten Schinninger zu verhindern – so wie Bruno damals mit dem Sinowatz.

Freigegenstand Türkisch: Nicht Genügend

Es war ja immer die Intention vom „Jonny“ genannten Kulturreferenten, dass die Welser ein wenig mehr türkisch lernen sollten, um sich mit der kommenden Bevölkerung besser zu verständigen. Aber wenn man angeblich mit Schuhen in eine Moschee stapft, macht man sich nicht mal als selbst ernannter Integrationsbotschafter einen guten Namen. Die eigenen Türkischkenntnisse dürften auch sehr bescheiden sein, obwohl er immer in Austausch mit den ausländischen Kulturvereinen steht. Er hat aus 2009 und 2015 offensichtlich noch nicht viele Vokabeln dazugelernt.

Gesamtnote: 4
Der Politiker darf in das nächste Wahljahr aufsteigen: JA


Klaus Hoflehner

Fleiß: Gut

Der Verkehrsreferent ist froh, wenn die Periode vorbei ist.
Als Kompromiss-Kandidat inmitten der Fehde zwischen dem ganz linken und dem linken Flügel hat er sich politisch und referatsmäßig noch nie wirklich wohl gefühlt. Aber er ist bemüht, er ist loyal der Landespartei gegenüber und er ist zumindest präsent. Sehr fleißig mit Eva B.

Betragen: Gut

Das ganze Hickhack innerhalb seiner eigenen Partei hat er nie für richtig befunden. Und im Gegensatz zu anderen Führungspersonen im roten Bereich hat es nicht „Hackeln“ gegeben, die Klaus Hoflehner geworfen hat. Manche nehmen ihm das sogar übel. Aber es spricht für seine Persönlichkeit und seine ausgleichende Art. Eigentlich das einzige Mitglied des Stadtsenats seiner Partei, dass die Berechtigung hat, bis zum Schluss zu bleiben.

Freigegenstand Psychologie: Gut

Ein Ressort mit – sagen wir – schwierigen Personen und Ideen zu führen, benötigt viel Psychologie. Auf der einen Seite die Realos, die den Individualverkehr und Parkplätze für die Wirtschaft forcieren. Auf der anderen Seite die Träumer, die eine heile Welt mit Pedalantrieb, Sonnenkollektoren, Wollhauben und Second Hand Shops in Wels wollen und alles außer Radfahrstreifen und verkehrsberuhigte Zonen ablehnen. Diesen psychologischen Schwenk beherrscht er eigentlich ganz gut.

Gesamtnote: 2
Der Politiker darf in das nächste Wahljahr aufsteigen: JA


Margarete Josseck-Herdt

Fleiß: Befriedigend

Die Fleißnote relativiert sich natürlich auch mit „fortgeschrittener Jugend“.
Man kann halt nicht immer überall und von früh bis spät unterwegs sein.
Das Schlimme daran ist vielmehr, dass es manche Mitarbeiter ganz für sich ausnutzen und hinter dem Rücken der Referentin ihre eigene Süppchen kochen.

Betragen: Sehr gut

Die Grande Dame des Welser Stadtsenats. Immer gut gekleidet, immer ein Lächeln auf den Lippen, immer weit weg von Neid und Missgunst.
Und im Kopf jeden Tag irgendwie bei den Salzburger Festspielen.
Was nicht negativ ausgelegt werden soll, sondern einfach als Tatsache, dass man manche Dinge auch gelassener und mit Stil angehen kann.

Freigegenstand Rhetorik: Befriedigend

Eine Rede der Referentin für Generationen ist sehr gepflegt, sehr gut vorbereitet und Wort für Wort formuliert. Schlimm wird es nur, wenn man aus dem Konzept kommt oder schnell ein Interview machen muss. Da kann es schon sein, dass der Inhalt nicht mehr ganz ersichtlich wird. Aber das eine Jahr wird man auch rhetorisch noch überstehen.

Gesamtnote: 3
Der Politiker darf in das nächste Wahljahr aufsteigen: JA


Satire

Novelle zur Bautechnikverordnung

Nach dem Motto „So viel regeln wie nötig und so wenig wie möglich“ wurden unter der Federführung des „Österreichischen Institutes für Bautechnik“ die bisherigen Richtlinien der oö Bautechnikverordnung überarbeitet.

Dies geschah mit intensiver Einbindung verschiedenster Interessensvertretungen. Konkret stehen die Vereinfachungen im Brandschutz, die Stärkung der Leitungsinfrastruktur für Ladestationen und die Umsetzung der Gebäuderichtlinie hinsichtlich Gesamtenergie-Effizienz im Fokus der Neuerungen. „Ziel der OIB-Richtlinien war und ist es, Regeln so zu fassen, dass sie sinnvoll und anwendbar sind. Wir setzen das um, was wir benötigen um eine übersichtliche Normenlandschaft ohne Doppelgleisigkeiten und unnötige Kostentreiber zu schaffen.

Mit der heute beschlossenen Novelle haben wir einen weiteren Schritt in diese Richtung gesetzt. Wir haben Klarstellungen und Erleichterungen ohne zusätzliche finanzielle Belastungen für die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher festgeschrieben und mit einem Mehr an Ladestationen und der Umsetzung der Gebäuderichtlinie einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz geleistet,“ zeigt sich Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner mit der neuen Bautechnikverordnung zufrieden.

Fotocredit: FPÖ-OÖ

Die SPÖ in Wels

Ein großes Geheimnis macht die SPÖ aus der Reihenfolge der Gemeinderatskandidaten für die Wahl 2021.

Aber so geheim kann es gar nicht gehalten werden, wenn die alte Garde sauer ist auf die sie verdrängenden Jungpolitiker, dass es nicht doch unter der Hand weitergegeben wird. Und das Ergebnis soll zu ziemlich heftigen Diskussionen geführt haben, die nicht immer im normalen Ton ausgetragen worden sein sollen. Eigentlich kann der derzeitige rote Stadtsenat froh sein, wenn die junge Garde sie im Stadtsenat nicht schon heuer vor die Tür setzt um endlich wieder ein Stimmenplus bei einer Gemeinderatswahl zu erreichen.

Mit den bisherigen Proponenten war ja seit 2003 nur noch ein Minus am Konto. Aber das will so mancher und so manche nicht einsehen und klebt am Sessel wie der Harz am Baum.

Naja, auf jeden Fall wird die Reihenfolge folgendermaßen festgelegt:

  1. Petra Wimmer
  2. Klaus Schinninger
  3. Hannah Stögermüller
  4. Stefan Ganzert
  5. Gloria Umlauf

Was auch die möglichen Stadtsenatssitze 2021 der neuen Generation erahnen lässt. Hoffentlich kommt der eine oder andere Sesselkleber darauf, dass es vorher schon Zeit ist zu gehen. Sag zum Abschied leise Servus und nimm die rote Nelke mit…..

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