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Polit-Barometer

Der politische Druck vor den anstehenden Gemeinderatswahlen steigt stetig an.
Unsere Redaktion hat für Sie die Stimmung in der Bevölkerung eingefangen.
Wir laden auch Sie ein, mit uns zu diskutieren – frei nach dem Motto: “Jede Stimme zählt!” – unter news@wels-report.at können Sie uns ihre Meinung mitteilen.
Wir können es kaum erwarten, dass die “Quecksilber Säule” in die Höhe schnellt!

1. Bürgermeister Andreas Rabl FPÖ

Fotocredit Stadt Wels

Noch kann Andreas Rabl die Führungsposition auf unserem Ranking halten. Aber wenn sich die freiheitliche Politik weiter entfernt von den erfolgsbringenden Faktoren wie Sicherheit und Ordnung, dann könnte das Ranking bald anders aussehen. Und das nicht nur hier, sondern auch bei der Bevölkerung. Man hört schon Stimmen, die dem Stadtoberhaupt nachsagen, dass er jetzt auf einmal mehr grün als blau agiert. Außer im Rathaus. Das mühsam mit vielen Millionen verschönerte Stadtbild wird auf einen Schlag von schrecklichen grünen Scootern geprägt, die irgendwo abgestellt werden. Die Radfahrer fahren wie wild durch Fußgängerzonen, Autorennen mitten in Wels – all das ist normal nicht der Stil des sonst so besonnenen Bürgermeisters. Man kann nur hoffen, dass ihm nicht die Felle davonscootern. Aber strategisch ist er immer noch top – er wäre der bessere Berater für die Bundes FPÖ als hochadelige Möchtegernberater.

2. Andreas Weidinger

Fotocredit: MMGA

Der eigentlich hellste Stern am türkis-schwarzen Himmel. Kompetent, freundlich, interessiert, fleißig, bürgernah. Kein schlechtes Wort über einen Parteikollegen oder einen politischen Mitbewerber. All diese Eigenschaften haben andere Kandidaten seiner Partei nicht mal annähernd. Jeder Politikinteressierte fragt sich, warum so ein Top-Mann nicht Spitzenkandidat wird. Er wäre auch der perfekte Mann für das Verkehrsressort, wo genügend Chaos auszumerzen wäre. Wenn man solche Politiker nicht an die vorderste Front gibt, könnte es ein Schuss ins Knie werden und man findet ihn womöglich noch ganz vorne auf einer Bürgerliste. So oder so: Der kommende Mann für Wels!

3. Manfred Hochhauser

Fotocredit: Die Monatliche

Hochhauser ist zwar gut siutuierter Pensionist und politisch inoffiziell eher unerwünscht. Aber das gilt nur für seine eigene Partei. Das ist er ja gewöhnt, wo ihn doch sein damaliger Vizebürgermeisterkollege unbedingt Hochhausers Kandidatur zum Bürgermeister verhindern wollte. Man sah ja dann den durchschlagenden Erfolg des leider nicht so beliebten Genossen, der den Weg zum ersten Nicht-SPÖ-Bürgermeister ebnete. Wenn man der Gerüchteküche glaubt, dann hat Hochhauser die Politik noch nicht ganz abgeschrieben. Eine Bürgerliste mit namhaften Ex-Politikern wäre bei der nächsten Wahl nicht zu unterschätzen. Der Unmut gegenüber allen Parteien ist derzeit groß, aber am meisten zittern natürlich die Sozialisten.

4. Vizebürgermeister Gerhard Kroiß, FPÖ

Fotocredit: Stadt Wels

Gerhard Kroiß ist trotz sympatischer Art zurückgefallen. Aber die Performance des immer gut gelaunten Ex-Polizisten ist auch ein wenig angeknackst. Die Autorennen in der Stadt und die bei Rabl erwähnten Scooter und unbelehrbaren Radfahrer legen auch auf den Sicherheitsreferenten einen großen schwarzen Schatten. Noch dazu, wo viele mit ihm noch das Thema Verkehr assoziieren. Nur schöne Fotos mit Videokameras und der Ordnungswache lösen keine Probleme. Mehr Sicherheit und weniger PR wäre hier angesagt. Die Welser würden es ihm danken.

5. Die großen Unbekannten

Die Hinweise in der Redaktion häufen sich sehr, dass derzeit eine Bürgerliste für die Gemeinderatswahl 2021 entsteht. Einige Ex-Politiker haben noch offene Rechnungen, die beglichen werden könnten. Eine sehr populäre ÖVP-Politikerin soll sogar zum Verzicht der Bürgermeristerkandidatur mit eidesstattlicher Erklärung und Riesenauftrag der Landes-ÖVP „überredet“ worden sein. Die Welserinnen und Welser haben derzeit so gut wie gegen jede Partei gute Argumente, sie nicht zu wählen. Das sollen die großen Unbekannten, die auch schon genügend finanzielle Mittel für einen Wahlkampf zusammengestellt haben sollen, erfolgreich nutzen. Wir werden Sie auf jeden Fall hier auf dem Laufenden halten und sofort informieren, wenn mehr Informationen über die Hintergründe und teilnehmenden Personen preisgegeben werden.

6. Klaus Schinninger, SPÖ

Fotocredit: SPÖ

Immer besser wird die Performance von Klaus Schinninger. Trotz des Rucksacks der allesamt nicht gerade mit hoher Performance ausgestattetem roten Stadtsenatsmitgliedern, die auch noch durchgehend Auslaufmodelle sind, macht er eine gute Figur. Besonnen und zielorientiert geht er seinen Weg. Wenn er jetzt noch den linken Rand ein wenig Macht nimmt, ein junges Team formt und rasch in den Stadtsenat wechselt, dann könnte er durchaus eine Gefahr für Rabl werden.

7. Vizebürgermeisterin Raggl-Mühlberger, FPÖ

Fotocredit: Stadt Wels

Die scheinbar immer gut gelaunte, aber auch aufgrund der Ressorts eher unscheinbare Vizebürgermeisterin fällt fast nie negativ auf. Sie fällt eigentlich gar nicht auf. Die meist positiven Medienberichte lässt sie an sich abprallen und nimmt es gern als selbstverständlich hin, wo es seitens anderer Politiker immer ein positives Feedback gibt. Aber es kommt auch das Wahljahr und da ist nicht immer alles selbstverständlich. Auch positive Berichte nicht.

8. Landtagsabgeordneter Peter Csar, ÖVP

Fotocredit: ÖVP Wels

Peter Csar hat zwar seinen beruflichen Lebensmittelpunkt in Linz, aber er macht mehr in und für Wels als sein eigentlich zuständiger Parteikollege Lehner, der Wels nur mehr als Einnahmequelle sieht und lieber Sozialversicherungen dazu antreibt, Leistungen einzusparen. Peter Csar ist das politische Hirn und der Lenker der Welser Schwarzen bzw. Türkisen. Wobei man in Wels von Türkis noch wenig mitbekommt, da ist eher das Dunkelschwarz noch passend. Dass sieht man auch daran, dass auch die einzige Kandidatin, die wirklich einmal mehr Stimmen für die ÖVP verbuchen könnte, gleich einmal zum Verzicht überredet wurde – angeblich sogar schriftlich. Hoffentlich ist ihm seine Heimatstadt so viel wert, dass er auch einen Spitzenkandidaten aufstellt, der sein Herz in Wels hat und nicht woanders.

9. Stadtrat Klaus Hoflehner, SPÖ

Fotocredit: SPÖ Wels

Klaus Hoflehner ist nett und bemüht. Ja, das kann man ihm nicht absprechen. Er ist bemüht, nichts falsch zu machen. Er ist aber daher auch bemüht, fast nichts zu machen, bevor er was falsch macht. Er ist halt doch noch mehr Sozialarbeiter als Verkehrsexperte. Schade für die Autofahrer, dass gerade er ein Linksabbiegen verhindert. Und zwar bei geöffneter Roseggerstraße in die Herrengasse. Passt gar nicht zur politischen Einstellung. Wird Zeit für ein jüngeres Team, aber er ist im Vergleich zu seinen Parteikollegen immer noch der Fels in der Brandung.

10. Olivera Stojanovic, FPÖ

Wenn einer in der FPÖ von einer Veranstaltung zur anderen wuselt, dann die fleißige Olivera Stojanovic. Sie ist immer und überall präsent und schafft es, mit ihrem ansteckenden Lächeln, alle positiv zu stimmen. Man könnte mehr Oliveras in der Politik gebrauchen, damit das Ernste öfter mal einem Lächeln weicht. Weiter so! Vielleicht auch bald in höheren Positionen. Auch bei der FPÖ werden nicht alle Stadtsenatsmitglieder weitermachen.

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