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Drogen

Drogenlenker aus dem Verkehr gezogen

Eine Zivilstreife der Polizei führte am 07. September 2020 ab 15:00 Uhr auf der Wiener Straße im Bereich Wels-West eine Schwerpunktstreife “Drogen im Straßenverkehr” durch.

Dabei wurde ein 30-jähriger serbischer Staatsangehöriger aus Wels als PKW-Lenker angehalten. Er gab zuerst an, seinen Führerschein vergessen zu haben. Dann versuchte er sich mit einem serbischen Führerschein und kurz danach mit einem kroatischen Führerschein auszuweisen. Beide Führerscheine wurden als Fälschungen erkannt und sichergestellt.

In Österreich hat der Lenker keine Lenkberechtigung. Außerdem hatte er einen Atemalkoholwert von 0,66 Promille und eine Ärztin stellte die Fahruntauglichkeit aufgrund von Suchtmitteln fest. Der 30-Jährige gab an, mit diesen beiden Führerscheinen über mehrere Jahre sogar als LKW-Lenker in Tirol und Deutschland angestellt gewesen und oftmals kontrolliert worden zu sein. Zudem wurden im Bereich Wels-West ein weiterer, offensichtlich schwer beeinträchtigter Drogenlenker und ein Alkolenker mit 1,78 Promille und erheblichen fahrtechnischen Auffälligkeiten angehalten und aus dem Verkehr gezogen.

Ein weiterer PKW-Lenker wurde unter Suchtmitteleinfluss in Traun angehalten und von einer Ärztin für nicht fahrtauglich befunden. Sämtliche Führerscheine wurden abgenommen, so die Polizei.

Polizei sprengt großen Heroinhändlerring

Im November 2019 wurden dem Landeskriminalamt Oberösterreich Umstände bekannt, die auf einen Heroinhandel durch eine iranisch stämmige Tätergruppierung in Wels hindeuteten.

Es wurde daher von der Staatsanwaltschaft Wels ein Ermittlungsverfahren wegen Suchtgifthandels gegen zwei iranische Asylberechtigte im Alter von 32 und 34 Jahren eingeleitet. Während den Ermittlungen wurden “Einkaufsfahrten” der Verdächtigen von Wels nach Wien festgestellt.

Die Kriminalisten verfolgten diese Spur, die geradewegs zu einem Heroinhändlerring in Wien führte. Die Ermittlungen wurden ausgedehnt und die bisherigen Erkenntnisse auch der Staatsanwaltschaft Wien berichtet.

Weitere Ermittlungen bis Mitte Jänner 2020 brachten eine bestens organisierte und auf Heroinhandel spezialisierte kriminelle Vereinigung zu Tage. Nachdem sich die Beweislage gegen den Suchtgifthändlerring verdichtet hatte, wurden über Anordnungen der Staatsanwaltschaften Wels und Wien in Wels, in Wien und in Linz 13 Hausdurchsuchungen und 16 Festnahmen vollzogen.

Über 13 der festgenommenen Personen wurde die Untersuchungshaft verhängt. Bei den Hausdurchsuchungen konnten vermutlich aus Suchtgifthandel stammende 5.000 Euro, geringe Mengen Heroin, Crystal Meth sowie Cannabiskraut, Mobiltelefone und ein PKW, den die Täter für die “Einkaufsfahrten” genutzt hatten, sichergestellt werden.

Umfangreiche Auswertungen der sichergestellten Beweismittel und zahlreiche Einvernahmen führten zudem zur Ausforschung von 65 Suchtgiftabnehmern in Wels, in Linz und in Wien.

Die Tätergruppierung in Wels wird verdächtigt, ca. acht Kilogramm Heroin in Wien gekauft, im Großraum Wels gewinnbringend weiterverkauft und dadurch ca. 480.000 Euro Gewinn erwirtschaftet zu haben.

Die zwei aus dem Iran stammenden Asylberechtigten und der aus Afghanistan stammende beschäftigungslose Asylwerber gaben als Motiv ihre schlechte finanzielle Lage an. Einer der zwei Iraner arbeitete als Bauhilfsarbeiter.

Neben dem Heroin besorgte sich diese Tätergruppierung nach Aussagen anderer Beschuldigter in Wien auch Crystal Meth in unbekannter Menge. Von den drei Beschuldigten, der älteste 38 Jahre alt, der jüngste 26 Jahre alt, wohnten zwei in Wels und einer in Linz.

Ihnen droht jetzt eine Freiheitsstrafe wegen Suchtgifthandels bis zu 15 Jahren. Das Bundesamt für Asyl- und Fremdenwesen wurde über den Sachverhalt informiert.

Von der Staatsanwaltschaft Wien wurde bisher gegen zwei beschäftigungslose aus dem Iran stammende Asylwerber im Alter von 48 und 28 Jahren und gegen einen beschäftigungslosen aus Afghanistan stammenden Asylberechtigten im Alter von 39 Jahren Anklage wegen Suchtgifthandels im Rahmen einer kriminellen Vereinigung erhoben.

Die Beschuldigten bezogen das Suchtgift angeblich von einem bisher unbekannten Serben und gaben als Motiv für ihre kriminellen Machenschaften ihre triste finanzielle Situation an. Einer der Haupttäter gab an, er habe in Österreich Drogen verkauft, um sich dadurch seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

Den Beschuldigten wird insgesamt der Verkauf von ca. 18 Kilogramm Heroin zur Last gelegt. Rund acht Kilogramm davon wurden von der Welser Tätergruppierung im Großraum Wels und Linz weiterverkauft.

Der Straßenverkaufswert dieser 18 Kilogramm Heroin wird mit ca. 1,5 Millionen Euro angenommen. Aus der Differenz von Einkaufs- und Verkaufspreis ergab sich für die Suchtgifthändler vermutlich ein Gewinn von gut einer Million Euro.

Ihnen droht jetzt eine Freiheitsstrafe wegen Suchtgifthandels im Rahmen einer kriminellen Vereinigung bis zu 15 Jahren, berichtet die Polizei.

Drogenlenker nach Verfolgungsjagd gestellt

Ein 31-jähriger türkischer Staatsangehöriger aus dem Bezirk Schärding montierte am 06. Juni 2020 gegen 09:00 Uhr vom PKW seiner Ex-Freundin beide Kennzeichentafeln ab und verwendete sie danach auf seinem nicht zum Verkehr zugelassenen PKW.

Diesen lenkte er anschließend, ohne im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung zu sein. Gegen 15:40 Uhr versuchte eine Streife in Pichl bei Wels eine Lenker- und Fahrzeugkontrolle durchzuführen.

Dieser Anhaltung widersetzte sich der Mann und flüchtete über die Wallerner Straße durch die Gemeindegebiete von Wallern an der Trattnach, St. Marienkirchen an der Polsenz, Scharten und Fraham bis Eferding.

Dabei missachtete er zahlreiche Beschränkungen und fuhr mit weit überhöhter Geschwindigkeit. Im Ortsgebiet von Eferding widersetzte er sich einer weiteren Anhaltung durch eine Polizeistreife.

In Eferding fuhr er dann auf einen Lagerplatz zu und konnte sich dort kurz verstecken. Aufgrund von Zeugenaussagen konnte er hinter einem Container und der PKW hinter einem Brennholzstoß festgestellt werden.

Ein Drogenschnelltest verlief positiv auf Metamphetamin. Die ärztliche Untersuchung verweigerte der Mann. Er wird bei Staatsanwaltschaft und Bezirkshauptmannschaft angezeigt, berichtet die Polizei.

Reifenwechseln führte zu Drogenhändlern

Am 29. März 2020 gegen 11:40 Uhr wurde bei der Polizei Schwanenstadt telefonisch angezeigt, dass offensichtlich beeinträchtigte junge Männer mitten am Stadtplatz von Schwanenstadt bei einem PKW-Reifen wechseln würden.

Die unmittelbar darauf eintreffende Streife traf dort einen 20-Jährigen und einen 21-Jährigen, beide aus Steyr, und einen 21-jährigen aus dem Bezirk Vöcklabruck. Nach einem negativem Alkomattest zur klinischen Untersuchung aufgefordert, verweigerte der 20-Jährige diese, worauf ihm der Führerschein vorläufig abgenommen wurde.

Außerdem wurden Cannabiskraut, eine größere Menge Bargeld sowie eine offensichtlich entfremdete Bankomatkarte im Fahrzeug sichergestellt. Nach umfangreichen Ermittlungen konnten zahlreiche weitere Abnehmer, vor allem aus dem Raum Steyr, ausgeforscht werden.

Insgesamt habe das Trio im Großraum Steyr und Schwanenstadt mindestens 1,9 Kilogramm Cannabiskraut, 65 Gramm Speed sowie eine unbekannte Menge verschiedenster Arzneimittel an eine Vielzahl von Abnehmern zum größten Teil gewinnbringend weitergegeben.

Die drei Beschuldigten wurden angezeigt, so die Polizei.

Drogenhandel wegen Spielschulden

Am 01. Dezember 2019 konnte ein 42-jähriger Deutscher, der seit zehn Jahren in Österreich lebte und arbeitete, im Bereich einer Autobahnabfahrt im Bezirk Wels-Land nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei, von Kräften der Einsatzeinheit Cobra festgenommen werden.

In dem von ihm benutzten Mietfahrzeug konnten die Beamten zwei Kilogramm Marihuana, drei Kilogramm Amphetamin und 200 Gramm Cannabisharz in der hinteren Stoßstange verbaut sicherstellen.

Der Ursprung der Ermittlungen der Polizei lag in den Verhaftungen einer 46-jährigen Österreicherin samt ihres 29-jährigen Lebensgefährten und ihrer Kinder im August 2019.

Die Polizisten konnten der “Drogenfamilie” umfangreichen Suchtmittelhandel im Bezirk Vöcklabruck nachweisen und es erfolgten im Jänner 2020 die Verurteilungen der Mitglieder dieser “Drogenfamilie” beim Landesgericht Wels zu mehrjährigen unbedingten Haftstrafen.

Zum Lieferanten konnten beziehungsweise wollten die Festgenommenen keine konkreten Angaben machen, jedoch konnten drei Billigtastenhandys mit eingelegten tschechischen Wertkartennummern vorgefunden werden, welche laut Aussagen der Festgenommenen vom Lieferanten für die Organisation der Suchtgiftdeals überlassen wurden.

In der Folge wurden die Ermittlungen zum Lieferanten der “Drogenfamilie” durch das Landeskriminalamt Oberösterreich übernommen. Durch akribische Auswertung der sichergestellten Handys und der zu den Rufnummern gehörenden historischen Rufdaten konnte die Spur zum unbekannten Lieferanten gefunden werden.

Dabei handelte es sich um den 42-Jährigen unauffällig in Österreich lebenden, unbescholtenen Mann, welcher mit Frau und Kleinkind im Bezirk Wels-Land wohnte. Auffällig war, dass der Verdächtige seit Ende 2018 in unregelmäßigen Abständen mehrmals PS-starke Luxusfahrzeuge anmietete.

Es ergab sich der Verdacht, dass diese Fahrzeuganmietungen der Durchführung von Suchmittel-Schmuggelfahrten gedient hatten. In der Nacht zum 30. November 2019 fuhr der 42-Jährige nach Deutschland und konnte bei seiner Rückkehr am 01. Dezember 2019, wie oben angeführt, mit beträchtlichen Mengen an Drogen angehalten und festgenommen werden.

Dem Festgenommenen konnten schließlich zumindest neun Schmuggelfahrten im Zeitraum Oktober 2018 bis 01. Dezember 2019 nachgewiesen werden, im Rahmen derer er 9,8 Kilogramm Marihuana, 3,5 Kilogramm Amphetamin, 500 Stück Ecstasy und geringere Mengen Kokain und C-Harz nach Österreich eingeführt haben dürfte.

Die geschmuggelten Drogen hat der Verdächtige an neun namentlich ausgeforschte und eine nicht bestimmbare Anzahl unbekannt gebliebener Abnehmer gewinnbringend weiterverkauft und er dürfte so einen von ihm eingestandenen Gewinn von zumindest 45.000 Euro erzielt haben.

Als Motivation für den Suchtmittelschmuggel beziehungsweise Handel nannte der Festgenommene, dass er durch die erzielten Gewinne seine enormen Verluste, die er beim Glücksspiel erlitten hatte, gegenüber seiner Lebensgefährtin zu verbergen versucht hätte.

Zu seinem Lieferanten in Deutschland machte der Beschuldigte keine zielführenden Angaben.

Er befindet sich derzeit in U-Haft, berichtet die Polizei in einer umfangreichen Presseaussendung.

Kampf gegen Drogen am Steuer

ÖO im Kampf gegen Drogen am Steuer
Dank der seit 2017 eingesetzten verbesserten Speichelvortestgeräte mit rascher Kontrollmöglichkeit, ist die Zahl der erfassten Suchtgiftlenker in den letzten Jahren stetig gestiegen. Oberösterreich gilt beim Kampf gegen Drogen am Straßenverkehr
als Vorreiter, hat man doch aktuell zwölf Geräte um verdächtige Autofahrer schnell einem Test unterziehen zu können.
„Durch den vermehrten Einsatz der Vortestgeräte und gute Schulung der Beamten werden vermehrt Suchtgiftlenker festgestellt“, so Oberst Klaus Scherleitner, Leiter der Landesverkehrsabteilung LPD OÖ. Dieser stellt erfreut fest, dass man heuer in den Monaten Jänner bis Februar schon 220 Drogenlenker aus dem Verkehr ziehen konnte. Ist ein Speicheltest positiv, muss ein Amts-Arzt oder –Ärztin die Beeinträchtigung medizinisch bestätigen.

“Mit Ihrem Engagement und dem unermüdlichen Einsatz wird ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet“ bedankt sich Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner bei Amts-Ärztinnen und -Ärzten.

Fotocredit: Fotos: Land OÖ/Sabrina Liedl

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