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folge 1

DER SATIRLINGER | Folge 1

Gratulation an Bürgermeister Andreas Rabl! Frei nach Martin Luther King sagte er sich vor Jahren:
I have a dream: Ich will Wels positiv verändern.

Im Jahr 2015 war es dann geschafft, dass er sich mit der ÖVP ins gemeinsame Bettchen schmeißen konnte, um über die Stadt Wels zu regieren. Ok, es ist nicht viel dabei, in Wels zu regieren und was zu bewegen, wo doch die Vorgänger – ein mäßig charismatischer Bürgermeister, ein cholerischer Möchtegernschattenbürgermeister und ein überforderter Parteisekretär – den Boden so richtig für eine friedliche blaue Übernahme aufbereitet haben. Aber es ist auch nicht so einfach, wie man glauben mag, denn dazu gehörte auch die Hochzeit mit der ÖVP. Kirchlich natürlich. Bis dass der Tod euch scheidet! Naja, sehr pathetisch. Sagen wir, bis dass die nächste Wahl oder die nächste Koalition euch scheidet. 

Hm, wär eventuell auch möglich: Bis dass der nächste Parteiobmann euch scheidet? 
Das geht ja bei den Schwarzen normalerweise schneller, als eine Stammwählerin das Ave Maria fehlerfrei durchgebetet hat. Aber wer sollte denn die Welser Schwarzen – respektive Türkisen – denn sonst führen? 

Na wenn man sich das so durch den Kopf gehen lässt…… Da gäbe es eine charismatische Medienfrau, die nicht nur fleißig ist, bei den Wählern ankommt und die Stimmenmehrheit der Frauen gut ansprechen würde. Da wäre noch ein strategischer Multi-Politiker, der zwar nicht weiß, ob er sein Ei nach Wels oder Linz legen soll, aber in der kurzen Zeit in Wels wesentlich mehr auf die Beine stellt als so mancher Hiesige. Da gibt’s einen Mann im dunklen Hintergrund, der nicht nur beim Bücherbus hervorragende Arbeit macht, sondern sich hinter vorgehaltener Hand auch zu Höherem berufen fühlt – und das zu recht. Aber was sollen diese Türkiserl schon anstellen gegen einen so sattelfesten Spitzenkandidaten, der es trotz einer schlechten Wahl nach der anderen – entgegen dem Bundestrend übrigens – versteht, das kleine Wahlvolk ganz im Sinne der Arbeitgeberpartei nicht mal zu ignorieren, sondern als Wiener Machopetzki nun auch die restlichen Österreicher zu vergrämen, indem er ihnen sagt, was sie alles nicht mehr bekommen, weil das Gesundheitssystem ja gerecht sein soll. So gerecht, wie die Mindestsicherung für jene, die nicht mal in das System einbezahlt haben und mehr monatlich im Börserl haben wie manche Oma, die mit ihren Händen dieses Land wieder aufgebaut hat, damit es zu dem geworden ist, was es ist: Ein wunderbares Land, in dem hochbezahlte Funktionäre ihr sagen, dass sie mit ihrer Pension einfach auskommen muss.
Auch wenn der Arzt und die Medikamente eben a bisserl teurer geworden sind. Bis dass der Tod euch scheidet! Wirklich? Muss man das als Bürgermeister alles hinnehmen?
Ist ihm da wirklich zu gratulieren? Warum? Weil er eigentlich selbst nach Wien will? Weil das ganze Leben ein Kompromiss ist? Weil man sonst auf die Roten angewiesen wäre? Was wäre daran so schlimm?
Die neue Führung ist nicht mehr so am linken Rand festgetuckert wie die derzeitig agierende, naja, eher dahintreibende, uff, sagen wir pensionsabwartende feuerrote Riege im Welser Stadtsenat. Der neue Rote kann was, der will was und der tut was. Hoffentlich lassen sie ihn auch tun, denn schnell ist man sonst auch gleich wieder am gleichen Ort, wo schon andere versagt haben. Bis dass der Tod euch scheidet!?!? Naja, gilt das bei einem kleinen Seitensprung auch?
Auf jeden Fall würde man dem Andreas Rabl raten, die Braut gut zu beobachten.
Und bevor sie mit einem Seitensprung große Tränen auslöst, kann auch der Bräutigam das sagen, was normalerweise den vormals Schwarzen vorbehalten ist:
Es reicht! Aber das ist ja alles nur Schall und Rauch und frei erfunden.
Denn wer kann schon was machen, wenn es heißt: Bis dass der Tod euch scheidet! (Satire)

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